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100 Tage Kindle in Deutschland – ein Fazit

Anlässlich des 100 Tage Jubiläums des Kindle in Deutschland möchte ich kurz einen Testbericht zu meinem kürzlich erworbenen Kindle von Amazon bereitstellen. Zugegeben war ich zunächst skeptisch gegenüber E-Book-Reader. Alle die gerne Lesen verstehen mich, wenn ich sage, dass alleine schon das Gefühl ein neues Buch in der Hand zu halten und zu wissen dass noch keiner dieses Buch gelesen hat einfach unbeschreiblich ist. Aber wenn man jeden Tag 20 Minuten mit der S-Bahn zur Arbeit fährt und die Bücher leider auch nicht leichter werden, war der Kauf eines E-Book-Readers unumgänglich.

Warum ein Kindle und kein anderer E-Book-Reader?

Ich bin schon seit langem Amazon Kunde und zu einem Preis von 139 Euro ist der Reader fast unschlagbar. Zur Wahl stand auch noch der Oyo von Thalia.de. Nach kurzem Vergleich der Details ist jedoch die Akkulaufzeit von durchschnittlich 2 Wochen des Kindle viel besser Zusätzlich lese ich sehr gerne mal englische Bücher und da bietet die Internationalität von Amazon einfach mehr Auswahl. Der einzige Nachteil des Kindle gegenüber dem Oyo, ist das dieser nur E-Books von Amazon darstellen kann und der Oyo das mehr verbreitete ePub Format verwendet. Da jedoch bekanntlich Amazon fast alles hat, war dies kein Ausschlusskriterium für mich.

Amazon Kindle

Bewertung des Kindle

Zum Kindle werden ein USB-Kabel und eine Kurzanleitung geliefert. Schade ist, dass der Stromadapter für 19,99 EUR extra dazu gekauft werden muss. Wer jedoch in Besitz eines Smartphones ist, hat in der Regel schon so einen Adapter und zur Not kann das Kindle auch über den PC aufgeladen werden.

Nach dem ersten Einschalten muss zunächst der Kindle eingerichtet werden. Dies wird alles sehr schön in der Kurzanleitung dargestellt und dauert nur höchsten 5 Minuten. Nur kurz das W-Lan einrichten und sich bei seinem Amazon-Konto anmelden. Falls man sich das Kindle selber gekauft hat und nicht wie ich geschenkt bekommen hat, ist der Kindle schon automatisch mit dem Amazon-Konto verbunden, sodass der Kindle noch schneller Betriebsbereit ist. Als erstes wird die Anleitung geöffnet, dort lernt man schnell alle Funktionen die wichtig sind kennen. Jedoch ist der Kindle auch sehr selbsterklärend, sodass ein kurzes Überfliegen der wichtigsten Punkte ausreicht. Wichtig ist allerdings, dass die Menüführung des Kindle vollständig in englischer Sprache ist. Die Sprache kann derzeit auch nicht geändert werden, da das Kindle nur aus Amerika importiert wird.

Und dann kann man auch schon loslegen und mit seinem Kindl einkaufen gehen. Oder fast. Denn hier kommt schon ein großer Nachteil. Wenn man nicht genau weiß was man lesen will und einfach mal nur stöbern will, ist dies nur sehr umständlich. Zwar laden sich die Seiten alle sehr schnell, jedoch ist das Surfen wenig angenehm. Dies ist dann am eigenen PC doch besser. Schade ist auch, dass die Preise der Bücher erst nach Anklicken des Titels preisgegeben werden. Schnell nach Schnäppchen suchen ist somit nicht möglich. Besonders gut ist jedoch, dass von jedem Buch eine Leseprobe zur Verfügung steht, die schon nach wenigen Sekunden auf dem Kindle heruntergeladen ist.

Zunächst habe ich eine Leseprobe eines meiner Lieblingsautoren heruntergeladen. Das Lesen ist genauso angenehm wie bei einem richtigen Buch. Das Umblättern der Seiten dauert auch nicht länger als bei einem richtigen Buch, vielleicht sogar schneller und auch nach dem Ausschalten weiß das Kindle immer wo man stehen geblieben ist. Wie das Display sich in direktem Sonnenlicht verhält, kann ich leider nicht beurteilen. Dafür war das Wetter in den letzten Tagen einfach zu schlecht. Am Ende der Probe wird einem dann direkt Angeboten das Buch zu kaufen. Was ich auch tat oder tun wollte. Jedoch kam erst mal eine Fehlermeldung. Ich musste mich zunächst an meinem PC über meinem Amazon-Konto für das so genannte 1-Click-Verfahren anmelden. Dies tat ich dann auch und konnte das Buch dann auch sofort runterladen. Nachteil ist jedoch, dass bei diesem Kaufverfahren keine Abfrage eines Passwortes erfolgt, sodass jeder der Zugriff auf den Kindle hat, schön einkaufen kann. Da mir dies nicht so gefiel, schrieb ich Amazon an ob ich mich den von diesem Verfahren wieder abmelden kann. Als Antwort erhielt ich, dass dies aus technischen Gründen nicht möglich ist und ich auch nur so Bücher kaufen könnten und nicht über den PC. Als Hinweis erhielt ich jedoch, dass der Kindle auch mit einem Passwort geschützt werden kann. Was ich dann gezwungener Maßen auch tat.

Nach dem lesen, will man natürlich seinen Kindle auch ordentlich ausschalten. Da zeigt sich jedoch meiner Meinung einer der größten und vor allem nervigsten Nachteile auf. Zwar schaltet sich der Kindle nach kurzem betätigen des Ein-/Ausschalters in den Stand-By-Modus um jedoch den Kindle komplett auszuschalten muss dieser Schalter ganze 7 Sekunden gedrückt werden. Dies ist ziemlich lang und auch nervig, weshalb ich mein Kindle nur sehr selten ausschalte. Wie sich dies auf die Akkuleistung auswirkt kann ich leider nicht beurteilen, da ich bis jetzt das Kindle noch kein 2. Mal aufladen musste.

Kindle-App

Ein sehr großer Vorteil des Kindle ist die entsprechende App für das Smartphone. Falls man doch mal sein Kindle vergisst, kann man ganz einfach über das Smartphone weiterlesen. Beide Geräte synchronisieren den Fortschritt, sodass jederzeit beim letzten Stand weitergelesen werden kann. Das App ist zudem kostenlos. Zwar ist das lesen nicht so angenehm wie auf dem Kindle, für den Notfall reicht es jedoch aus.

Zusatzfunktionen des Kindle

Der Kindle bietet viele Funktionen an. In dem jeweiligen Buch können Notizen hinzugefügt werden. Das Tippen ist durch die Tastatur auch sehr einfach. Getestet habe ich es noch nicht, da ich bis jetzt noch nie in ein Buch Notizen eingefügt habe. Aber bei Wissenschaftlichen Büchern stelle ich mir dies sehr hilfreich und sinnvoll vor.

Sehr interessant finde ich auch die Möglichkeit Internetseiten mit dem Kindle aufzurufen. Dies ist zwar noch in der Testphase, funktioniert jedoch sehr gut. Erwarten sollte man sich jedoch nicht allzu viel. Die Seiten sind sehr klein, sodass lesen kaum möglich ist. Besonders da das vergrößern nur Abschnittsweise funktioniert und man somit selbst innerhalb einer Zeile umblättern muss. Dies ist einfach zu umständlich.

Dasselbe Problem tritt auch bei PDF Dateien auf. Ist die Schriftart der Datei zu klein ist das Lesen zu schwierig und langwierig. Sollte man also eigene PDF-Dateien auf dem Kindle lesen wollen, ist eine große Schriftart sehr empfehlenswert. Das hochladen der Datei auf das Gerät ist jedoch sehr einfach. Einfach den Kindle an den PC schließen und die Datei einfügen.

Der Kindle in der Tasche von Belkin

Zubehör zum Kindle

Da so ein Kindle auch geschützt werden will habe ich mir die passende Hülle von Belkin gekauft. Die direkt von Amazon angebotene Lederhülle ist zwar auch sehr elegant und schön, jedoch wollte ich eine Hülle die auch vor Schmutz und Wasser schützt. Dies ist bei den Lederhüllen nicht der Fall, da dieser an den Seiten offen ist. Die Hülle von Belkin war damit meine erste Wahl. Das Kindle passt auch entgegen einiger Bewertungen perfekt hinein und auch einen extremen unangenehmen Geruch kann ich nicht bestätigen. Die Hülle riecht zwar ein bisschen, aber bei neuen Produkten ist dies ja immer der Fall.

Fazit

Das Kindle ist auf jedenfall ein E-Book-Reader den man weiterempfehlen kann. Zum Lesen von Büchern ist er bestens geeignet und die noch kleinen Nachteile lassen sich einfach umgehen, indem man wie gewohnt an seinem PC einkauft. Mit farbigen Bildern macht dies ja eh mehr Spaß. Ob sich das Kindle-Format gegenüber dem ePub noch durchsetzten kann ist noch fraglich. In der Zukunft wäre es wünschenswert wenn Amazon auch ermöglicht auf dem Kindle E-Books im ePub-Format zu lesen um somit den Markt zu erweitern. Besonders interessante ist dies auch für Bibliotheken. Einige, wie zum Beispiel die Stadtbücherei bieten schon einzelne E-Books zum Ausleihen an, jedoch nur im ePub Format. Wenn dies auch vom Kindle zu lesen wäre, wäre dieser Reader einfach unschlagbar. Zu beachten ist weiterhin die Sprache der Menüführung und der Preis von zusätzlichem Zubehör, wie ein Netzadapter.

Spam- und Phishing-Mails erkennen

klassische Spammail

Nachdem ich in den letzten Wochen wieder mal darauf geachtet habe was so alles in meinem Spam Ordner gelandet ist bin ich erschreckt wie Originell die Betrüger heute sind. Bei einigen musste ich wirklich zweimal hinschauen bis ich gemerkt habe, dass es sich um Betrüger handelt. Ich wollte kurz darüber berichten auf was ihr achten solltet, um Spam und Phishing Mails zu vermeiden bzw. nicht auf solche Mails hereinzufallen.

Wie erkenne ich falsche E-Mails?

Wenn ihr Mails von einer Bank bzw. irgendeinem Unternehmen bekommt, in der ihr aufgefordert werdet eure Kontakt-, Kreditkarten- oder Kontodaten anzugeben, dann ist schon was faul. Besonders beliebt ist so etwas wie “Ihr Konto wurde gesperrt, bitte geben Sie Ihre Kontodaten zu Verifizierung an“. Natürlich sollte man dies nicht tun, denn wenn tatsächlich mal etwas mit dem Konto sein sollte, dann meldet sich eure Bank ganz sicher nicht per E-Mail. Mal ganz abgesehen davon, dass es eher selten vorkommt, dass eure Bank eure E-Mailadresse hat (Wobei das nicht auszuschließen ist).

Um ganz sicher zu gehen könnt ihr euch den Quelltext oder den Header der E-Mail anschauen. Wobei auch hier Vorsicht geboten ist, denn E-Mailheader können heute so verfälscht werden, dass man den Ursprung bzw. die Echtheit von E-Mail nur noch schwer erkennen kann. Um mehr über den Aufbau von E-Mailheadern zu erfahren solltet ihr euch mal die Seite von Daniel Rehbein anschauen. Er erklärt sehr gut wie das SMTP Protokoll, welches zum versenden von E-Mails verwendet wird, funktioniert.
Wenn allerdings Hyperlinks im HTML-Code der Mail stehen, dann kann man anhand des href Wertes erkennen, wohin der Link zeigt. Meist sind hier irgendwelche Domainnamen angegeben, die nichts mit dem Unternehmen zu tun haben, von dem die Mail angeblich kommt. Die Seiten hinter den Hyperlinks sehen meist fast identisch aus, wie die Seiten der Unternehmen, die hier nachgeahmt werden. Meist habt ihr allerdings keine Chance so den Täter selbst zu finden.

Was kann ich tun, wenn ich solche E-Mails bekomme?

Spamfilteroptionen bei 1&1

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Im eigenem Interesse sollten die eigenen Spamfilter so gehärtet werden, dass E-Mails von diesem Absender bzw. Server nicht mehr ankommen. Außerdem gibt es mittlerweile auch so schlaue Spamfilter bei den einzelnen Providern die Spam in der Regel selbst erkennen können. Das funktioniert über zentrale Datenbanken in denen die Informationen über Spam gesammelt und ausgewertet werden.
Bei den Providern können diverse Einstellungen getroffen werden um den Empfindlichkeitsgrad des Filters zu kontrollieren.

Wenn ihr allerdings aktiv gegen solche Spammails vorgehen wollt, dann könnt ihr euch an die Unternehmen wenden, die dadurch missbraucht werden um solche Mails in deren Namen zu versenden. Außerdem könnt ihr euch an Verbraucherzentralen wenden, in dem ihr die E-Mails dorthin weiterleitet. Unter Umständen können von hier aus weitere Schritte unternommen werden.

Syntax highlighting in HTML leicht gemacht

Auf der Webseite tohtml.com Online syntax highlighting gibt es die Möglichkeit Quellcode in HTML formatiert darzustellen. Auf diese Weise kann Source-Code in Webseiten sauber dargestellt werden. Der Dienst unterstützt dabei sehr viele Programmier- und Skriptsprachen (z.B.: PHP, Python, Java und C), aber auch Formate wie beispielsweise Apache Konfigurationsdateien können mit Syntaxhighlighting dargsetellt werden.

Diese Funktionen sind sehr praktisch, da man Code aus einer IDE nun leicht in eine Webseite übernehmen kann. Der Code wird dabei unkompliziert korrekt dargstellt, sogar Einrückungen werden oft korrekt gesetzt. Das ist bei Sprache wie Python sehr wichtig, da hier einige Spracheigenschaften durch korrektes Einrücken im Code erst möglich werden. Daher ist dieser kleine Dienst eine gany klare Empfehlung von mir.
Hier dazu mal ein kleines Beispiel:

#!/usr/bin/python

import urllib

""" SyntaxCheck """

print "Hallo Welt"
print "Das ist ein Test"

VirtualHosts beim Apache Webserver einrichten

Kürzlich berichtete ich, wie man bei einem Debian Linux Server einen Apache mit PHP und MySQL Datenbank aufsetzen kann. Ich erwähnte am Ende außerdem, dass teilweise weitere Konfigurationen notwendig bzw. empfehlenswert sind. In diesem Artikel will ich also die Konfiguration von Virtual Hosts (kurz VHOST) im Apache erklären. Welche Vorteile und Möglichkeiten Virtual Hosts haben und wie man sie sauber konfigurieren kann zeige ich hier.

Was sind Virtual Hosts?

Durch Virtual Hosts wird es auf einem Webserver möglich mehrere Web-Anwendungen unter einer IP-Adresse zu betreiben. Das hat den entscheidenden Vorteil auf einem Webserver mehrere Webseiten zu betreiben. Jede dieser Webseiten kann so ein eigener Document Root zugewiesen werden. Die Webseiten können seperat konfiguriert werden, beispielsweise können eigene Logfiles pro VirtualHost geschrieben werden oder eigene eigene rewrite-Rules festgelegt werden. Auf diese Weise können Webseiten komplett getrennt auf ein und demselben Server laufen. Das erleichtert die Fehlersuche und lässt gesonderte Konfigurationen zu.

Wie werden Virtual Hosts eingerichtet?

Bitte beachtet, dass dieser Artikel eine Ergänzung zum Artikel “Linux Webserver einrichten” beziehe. Dieser Text stellt eine Ergänzung zu diesem dar.

Um beim Apache Webserver VirtualHosts einzurichten ist nicht viel Arbeit notwendig. Ich versuche die Konfiguration möglichst so zu beschreiben, dass diese bei Bedarf “nachgemacht” werden kann. Virtual Hosts werden grundsätzlich in der Konfiguration des Webservers festgelegt. Unter Debian ist die Konfiguration unter /etc/apache2/ abgelegt. In dem File apache2.conf sind die Konfigurationen zu finden. Ziemlich weit am Ende der Datei steht in etwa so was:

# Include the virtual host configurations:
Include /etc/apache2/sites-enabled/

Das bedeutet, dass die Konfiguration der Virtual Hosts in dem Unterverzeichnis sites-enable abgelegt wurde. Alle Dateien die sich in diesem Verzeichnis befinden werden vom Apache eingelesen. Es ist empfehlenswert die eigenen VirtualHosts ebenfalls in diesem Verzeichnis abzulegen und zwar jeden VirtualHost in eine eigene Datei.

Für die Dateinamen habe ich mir in diesem Fall ein spezielles Format ausgedacht. Zum einen nummeriere ich sämtliche VirtualHosts der Reihe nach durch. Zum anderen soll der Name der Domain auch im Dateinamen enthalten sein. Zum Beispiel:

001-meine-domain.tld

A-Record Einstellungen bei 1&1

So können die VirtualHosts bei Bedarf schnell gefunden und angepasst werden. Generell bleibt es allerdings jedem selbst überlassen wie und wo man die Konfigurationen für VirtualHosts ablegt. Theoretisch können diese Konfigurationen auch alle in eine Datei geschrieben werden.
Übrigens müssen sämtliche Domains, unter denen der Server bzw. VirtualHost erreichbar sein soll auch auf den Server zeigen. Man kann dazu die IP-Adresse des Servers als A-Record für die Domain festlegen (siehe Screenshot).

Beispiel Virtual Host

Ein Virtual Host ist folgendermaßen aufgebaut:

# meine-domain.tld VHOST Einstellungen

<VirtualHost 192.168.25.84:80>
        ServerAdmin admin@meine-domain.tld

        ServerName www.meine-domain.tld
        ServerAlias meine-domain.tld

        DocumentRoot /var/www/meine-domain.tld/

        <Directory /var/www/meine-domain.tld/>
            Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
 AllowOverride FileInfo
 Order allow,deny
            allow from all
        </Directory>

        ErrorDocument 401 /index.php?page=401
        ErrorDocument 403 /index.php?page=403
        ErrorDocument 404 /index.php?page=404
        ErrorDocument 500 /index.php?page=500

        ErrorLog /var/log/apache2/meine-domain.tld_errror.log
        CustomLog /var/log/apache2/meine-domain.tld_access.log common

</VirtualHost>

Das bedeuten die in der Beispielkonfiguration genannten

VirtualHost Tag: Das ist IP und Port des VirtualHosts und sollte in der Regel identisch sein mit den VirtualHosts des Netzwerkinterfaces.

ServerAdmin: Hier kann eine E-Mail-Adresse des Administrators für diesen VirtualHost bzw. Server hinterlegt werden. Dieser wird dann angezeigt, wenn ein Fehler erzeugt wird.

ServerName: Hier wird die Domain des VirtualHost angegeben. Es kann auch der Port angegeben werden: domain.tld:8888

ServerAlias: Hier können alternative Domains, unter denen der Server erreichbar sein soll angegeben werden. Mit Leerzeichen getrennt können auch mehrere Domain-Namen angegeben werden.

DocumentRoot: Der Pfad zum Speicherplatz der Domain sollte sich von anderen VirtualHosts unterscheiden. Der dort enthaltene Code wird beim aufrufen der Domain ausgeführt.

Directory-Tag: Es können noch weitere Einstellungen zum DocumentRoot festgelegt werden.

ErrorDocument: Hier können für diverse HTTP-Status-Fehler-Codes eigene Fehlerseiten definiert werden. Falls man diese Option nicht setzt, werden vom Apache gesetzte Fehlerseiten verwendet. Es sieht in jedem Fall besser aus, wenn jede Webseite seine eigenen Fehlerseiten erhält.

ErrorLog: Mit dieser Option kann ein eigenes Error-Logfile definiert werden. Wenn diese Option nicht gesetzt ist, dann werden Fehler in das Standard-Error-Log vom Apache geschrieben. Dieses wird in der Apache2.conf definiert. Es ist zu empfehlen für jeden VirtualHost ein eigenes ErrorLog zu schreiben. Dies macht die Analyse im Fehlerfall um einiges einfacher.

CustomLog: Ähnlich wie bei ErrorLog, allerdings handelt es sich hier ums AccessLog des VirtualHost. Ein eigenes Access-Log für jeden VirtualHost macht eine Auswertung um einiges einfacher.

Das war es auch schon mit der Grundlegenden Einrichtung von VirtualHosts. Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen will, der sollte in jedem Fall mal in der offiziellen Apache Dokumentation vorbeischauen. Dort werden alle Möglichkeiten mit VirtualHosts noch detaillierter beschrieben.

 

Praxis: Linux Web-Server einrichten (LAMP)

Für alle die einen eigenen Webserver mit Linux (kurz LAMP) einrichten wollen, habe ich die Einrichtung meines neuen vServers mal dokumentiert. Dieser Bericht dient als Praxisbericht und kann ruhig zum nachmachen genutzt werden. Wer Fehler bei der Einrichtung findet, der kann dies ruhig anmerken. Ich bin über jede Art von Kritik offen und freue mich über jede Form von Feedback.

Ich gehe hierbei davon aus, dass man ein komplett nacktes Linux hat, lediglich der SSH-Dienst und ein VI oder vergleichbarer Texteditor sollte bereits installiert sein. Die meisten vServer werden von den Hostern in dieser Form geliefert. Punkte die Ihr jedoch nicht für notwendig haltet, können übersprungen werden.

Für den Bericht verwende ich Debian Linux. Die Installation unter Ubuntu ist ähnlich einfach (wie auch unter Kubuntu und Xubuntu). Es ist jedoch möglich auch andere Linux-Varianten zu verwenden. Bitte beachtet jedoch, dass dann nicht alle Schritte identisch abgearbeitet werden können. Der Webserver besteht nach erfolgreicher Installation aus den klassischen Bestandteilen einer LAMP Installation, also Linux, Apache, PHP und MySQL. Am Ende erkläre ich außerdem die Installation von PHPMyAdmin, einem Datenbankverwaltungstool für MySQL.

Benutzer anlegen und root SSH-Login deaktivieren

Da bei den meisten vServern lediglich der root-Account von Linux existiert, sollte als erstes ein normaler User erstellt werden. Mit diesem kann am Server normal gearbeitet werden. Den User kann man nutzen um Logfiles auszuwerten, Applikationsspezifische Konfigurationen vorzunehmen oder um Housekeeping-Aufgaben zu erledigen.
Den root-Account des Linux-Systems sollte man nicht für normale Arbeiten am Linux nutzen. Falls man dies tut, gefährdet man das System zu zerstören. Eine Neuinstallation wäre dann notwendig.

Um den User zu erstellen wird das Kommando useradd verwendet. Mit passwd kann man anschließend das Kennwort für den User anpassen.

useradd -m nico
passwd nico

Anschließend sollte man testen ob man sich von extern mit dem neuen User am Server anmelden kann. Wenn das geklappt hat, dann sollte der root Zugang über SSH gesperrt werden. Es ist vermutlich eine der wahrscheinlichsten Möglichkeiten, weswegen Server durch Eindringlinge gekapert werden.
Um den SSH Zugang für den Root Account zu sperren sind lediglich zwei Schritt notwendig. Zum einen, muss man in der Konfiguration den SSH-Root-Login verbieten, zum anderen den SSH-Dienst von Linux neu laden.
Der Wert PermitRootLogin muss in der Datei /etc/ssh/sshd_config auf “no” gestellt werden. (Siehe Screenshot)

Anschließend muss der SSH-Dienst neu geladen werden.

/etc/init.d/sshd reload

Wenn ihr das gemacht habt, dann kann getestet werden, ob der root Login noch möglich ist. Das sollte dann nicht mehr der Fall sein. Wenn es mal doch notwendig wird den root-User zu verwenden, zum Beispiel bei Installation von Software, dann könnt ihr zum root werden, indem ihr das Kommando su verwendet. Dabei muss dann das Kennwort des root-Users eingegeben werden.


shell> su
Password:

So “werdet” ihr zum root. Mit exit verlasst ihr diesen Modus wieder.

Theoretisch könnte man bei der Absicherung des Systems noch mehr Einstellungen vornehmen. Es können beispielsweise nur bestimmte User für die Anmeldung über SSH freigeschaltet werden. Die Option hierzu lautet AllowUsers und ist ebenfalls in der /etc/ssh/sshd_config vorzunehmen.

Webserver installieren

Den eigentlichen Webserver installieren wir in den folgenden Schritten. Zu aller erst sollten sämtliche Paketlisten aktualisiert werden. Das wird mit folgendem Kommando durchgeführt:

apt-get update

Als nächstes kann bereits der eigentliche Webserver installiert werden. Dieser wird nach der Installation bereits Anfragen aus dem Netzwerk bzw. Internet beantworten können.

apt-get install apache2

Auf die Frage, ob Ihr fortfahren wollt könnt ihr ruhig mit Ja (Do you want to continue [Y/n]? Y) antworten.
Sobald der Apache vollständig installiert ist, kann der neue Webserver bereits aufgerufen werden. Hier wird dann eine Standardseite, mit dem Text “It works!” angezeigt. Siehe Screenshot. Wenn das alles soweit geklappt hat kann die Installation mit der Einrichtung von PHP und MySQL forgesetzt werden. Um PHP vollständig einzurichten sind mehrere Pakete notwendig, wenn diese jedoch installiert sind, dann ist PHP bereits vollständig eingerichtet und kann verwendet werden.

apt-get install libapache2-mod-php5 php5-cli php5-common php5-cgi

Anschließend wird das Datenbank Management System MySQL installiert. Dieses wird wieder mit apt-get installiert.

apt-get install mysql-server php5-mysql

Währrend der Installation muss das root-Passwort der MySQL Datenbank festgelegt werden. Bitte beachtet, dass dieses Passwort NICHT das root Passwort des Betriebssystems ist. Da durch den root Zugang totaler Vollzugriff auf die Datenbank gewährt wird, sollte das Passwort möglichst sicher gewählt werden. Des Weiteren ist es empfehlenswert den root-User NICHT für irgendwelche Applikationen auf dem Server zu wählen.

Nach dem letzten Schritt sind grundsätzlich alle notwendigen Pakete installiert. Nun muss nur noch der Apache durchgestartet werden, so dass auch alle Installationen aktiv werden.

/etc/init.d/apache2 restart

Wenn dies installiert wird, dann kann im DocumentRoot (Standard /var/www) des Apache ein PHP File abgelegt werden. Folgenden Inhalt sollte das File haben:

<?php
phpinfo();
?>

Wenn Sie diese Datei im Browser aufrufen, dann sollte die PHP Infoseite angezeigt werden. Nun ist der Webserver voll funktionionsfähig. PHP Anwendungen können nun ausgeführt werden.

Einrichtung von PHPMyAdmin

Um die MySQL Datenbank verwalten zu können sollte neben den bereits installierten Anwendungen noch ein Datenbankverwaltungstool installiert werden.  Hierzu bietet sich in der Regel die Anwendung phpmyadmin an. Dieses kann ebenfalls über die Debian Paketverwaltung installiert werden.

apt-get install phpmyadmin

Währrend der Installation von phpmyadmin muss man den installierten Webserver auswählen. Das ist wichtig, da phpmyadmin direkt konfiguriert wird. So hat man die Möglichkeit, die Datenbanken direkt nach der Installation zu verwalten. Via http://servername/phpmyadmin kann die Anwendung aufgerufen werden. Beim Login muss als Username root und als Passwort das MySQL Root Passwort verwendet werden. Dieses wurde oben bei der MySQL Installation gesetzt.

TIPP: Verwendet im PHPMyAdmin nie den root-Account. Legt euch lieber, nach dem ersten Login, einen seperaten User an. Mit diesem könnt ihr alle Daten lesen, verwalten, löschen und erstellen. Außerdem solltet ihr für jede Anwendung, die auf den MySQL-Server zugreift, einen seperaten User mit eigener Datenbank verwenden.

Die Installation von dem LAMP System ist im Grunde genommen bereits abgeschlossen. Der Server kann nun auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Außerdem sollten noch einige Konfigurationen im Apache, PHP und MySQL vorgenommen werden. Insbesondere Sicherheitsrelevante Einstellungen sind hier teilweise noch notwendig. Bitte habt Verständnis, dass ich hier nicht auf alle Tricks und Kniffe eingehen kann. Sobald es geht werde ich allerdings seperate Artikel zu dem Thema veröffentlichen.

Wenn etwas nicht genau so funktioniert, wie in dem Artikel beschrieben, dann gebt mir bitte Feedbackt. Ich will versuchen zu unterstützen.

Website Monitoring in der Praxis

Wer sich bereits mit der Thematik Website-Monitoring beschäftigt hat, der weiß, es gibt unzählige Möglichkeiten die eigene Internetseite zu überwachen. Und nein, mit Monitoring meine ich nicht dass beobachten von Besucherstatistiken im Sinne von SEO, sondern dass Überwachen der Verfügbarkeit und Funktionalität von Applikationen, wie zum Beispiel Web-Seiten, Datenbanken oder ganzen Servern.

Ich habe mir dazu einige kostenlose Varianten angeschaut und diese genauer getestet. Beachtet jedoch, es gibt sicher noch weitere gute Lösungen für die Überwachung von Webservern und Webseiten. Bitte habt Verständnis wenn ich nicht auf alle Varianten eingehen kann. Jedoch freue ich mich riesig, wenn Ihr mir Empfehlungen von weiteren Monitoring-Tools zukommen lassen könntet. Alle hier vorgestellten Dienste habe ich über mehrere Wochen ausführlich getestet, dazu habe ich währrend der Dauer des Tests Ausfälle simuliert und gemessen wie lange die Tools brauchten um zu reagieren. Des weiteren habe ich mir Auswertungsmöglichkeiten angeschaut.

sitealert.de

sitealert GUI

GUI der Statistiken bei sitealert

Sitealert ist zwar generell nicht kostenfrei, bietet jedoch einen Kompletten Testmonat, der nichts kostet.
Die Registrierung ist denkbar einfach und nach einer Bestätigungsmail ist man auch schon registriert und kann eine URL zur Überwachung eintragen. Die GUI bei sitealert nennt sich avaris und ist in deutscher Sprache übersichtlich strukturiert.
Jedoch musste ich feststellen, dass der Umfang dieses Testpaketes sehr beschränkt ist. Es wird unter anderem nur alle 60 Minuten geprüft ob die Seite (inklusive Keyword-Check) verfügbar ist. Dadurch sind simulierte Ausfälle teilweise erst ziemlich spät aufgefallen.
In der kostenpflichtigen Variante sind kürzere Intervalle bei Messungen möglich. Wer also die Bezahl-Version in Anspruch nimmt, der kann hier eine übersichtliche GUI und eine Menge Statistiken nutzen. Die Testversion bietet einen guten Einblick in die Möglichkeiten, allerdings muss hierfür teilweise eine Menge Geld investiert werden. Um beispielsweise ein Messinterval von 5 Minuten nutzen zu können, muss man bereits 17,85 € im Monat zahlen. Ein stolze Investion.. Wer allerdings ein großes Portal betreibt und davon leben muss, für den kann sich das Angebot von sitelert schon lohnen.

UptimeRobot

UptimeRobot bietet meiner Meinung die beste Leistung der hier getesteten Monitoring-Tools. Man kann kostenfrei bis zu 50 Monitore erstellen. Dabei kann man wählen ob man einen einfachen HTTP-Request, einen Keywordcheck oder einen Netzwerk-Ping machen möchte. Bei einem Ausfall werden Alarmmails an einen vorher definierten Verteiler geschickt. Bei den Tests ist die Software sehr gut abgeschnitten. Simulierte Ausfälle wurden in weniger als 5 Minuten erkannt, auch Gut-Meldungen wurden ähnlich schnell verschickt. UptimeRobot bietet nicht so schöne Statistiken wie SiteAlert, wen dass nicht stört der kann hier ruhig einen Account anmelden. Bei großen Web-Seiten kann die Grenze von 50 Messpunkten allerdings schnell knapp werden. Bei meinen Tests merkte der UptimeRobot Ausfälle in der Regel am schnellsten, das liegt aber wahrscheinlich auch an den Messintervallen von 5 Minuten.

Neben der Alarmierung beherrscht UptimeRobot auch den Versand von Nachrichten via Twitter oder sogar RSS-Feed.

ManageEngine Applications Manager

Der Applications Manager von Manage Engine ist eine Lösung die man selbst Hosten muss. Dafür wird in dem Installationspaket ein Apache Tomcat und eine MySQL Datenbank mitgeliefert. Die kostenfreie Variante unterstützt bis zu 5 Monitore, wobei auch sogenannte URL- oder auch Klick-Sequenzen erstellt werden können. Damit kann dann eine Folge von Klicks durch eine Webseite geprüft werden, sogar Logins in einem System sind möglich. Das Monitoringsystem kann nicht nur Keywords auf einer Webseite gecheckt werden, unter anderem kann auch der Zustand von Datenbanksystemen oder Java-Applikationsserver überwacht werden. Der Applications Manager stellt umfangreiche Statistiken zur Auswertung bereit. Es können beispielsweise über mehrere Wochen die Antwortzeiten für komplette Klicksequenzen ausgewertet werden. So lassen sich Peaks und Probleme im Antwortverhalten relativ genau analysieren.
Intervalle für eigene Monitore lassen sich selbst definieren, so dass man beispielsweise bei weniger wichtigen Systemen eine größere Zeitspanne wählen kann, als bei extrem wichtigen Systemen. Des weiteren lassen sich entsprechende Reaktionen bei bestimmten Alarmen definieren. Der Applications Manager kann nicht nur Alarme per E-Mail anmerken, sondern auch SNMP (Simple Network Management Protocol) Traps an andere Systeme versenden.

Alternative cronjob.de

Der Servermonitoringdienst von cronjob.de ist eine kostenfreie Alternative für die anderen vorgestellten Dienste. Stellt aber keine Statistiken bereit. Auch können keine Keywordchecks gemacht werden. Ein riesiger Vorteil von cronjob.de sind die Minimal-Intervalle von 1 Minute die zwischen einem Job liegen kann. Bei den voreingestellten Servermonitoring-Jobs ist ein Intervall von 3 Minuten möglich.

Mit ein bisschen Fantasie und Aufwand lässt sich jedoch auch mit cronjob.de ein eigener Monitoring Dienst aufsetzen. Dazu muss lediglich ein Skript (beispielsweise mit PHP) geschrieben werden, welches Remote auf eine beliebige Website zugreift. Hier kann dann wiederrum ein Keywordcheck gemacht werden.

Ein lästiger Minuspunkt ist das regelmäßige bestätigen des eigenen Account, wenn man das einmal vergisst, dann merkt man nicht, wenn das eigene Monitoring deaktiviert ist.
Mit cronjob.de lässt sich durchaus ein solides Monitoring aufbauen, auf der FAQ-Seite bei cronjob.de findet man alle nötigen Infos um dieses zu realisieren. Allerdings muss ich gestehen, dass UptimeRobot als reines Monitoring-Tool besser geeignet ist als cronjob.de.

Fazit

Wie schon oben angesprochen: Es gibt sicher noch eine Menge Möglichkeiten und Lösungen. Ich konnte leider nicht alle Lösungen vollends Testen. Ein Bericht von dem Dienst Livewatch habe ich beispielsweise aus dem Artikel gestrichen. Die kostenfreie Variante von Livewatch hat mich nicht sonderlich überzeugt. Die Usabillity war leider nicht annähernd so gut wie bei sitealert. Jedoch wirken die kostenpflichtigen Angebote durchaus Fair, die Preise sind nicht zu überzogen. Leider konnte ich die Möglichkeiten nicht vollends testen, daher habe ich den Bericht entfernt. Diesen werde ich jedoch noch nachliefern, sobald ich den Service nochmals getestet habe.

Man kann sicher nicht alle Lösungen miteinander vergleichen, jedoch denke ich, dass für kleine Blogs und Firmenwebsites der Dienst von UptimeRobot durchaus geeignet ist. Zumal es auch kostenfrei ist. Wer jedoch das Geld für eine ausgewachsene Monitoringlösung in der Tasche hat, der soll sich sitelaert ruhig genauer anschauen.
Für den Applications Manager von ManageEngine ist ein eigener Server, mit ausreichenden Ressourcen, notwendig. Diesen hat sicher nicht jeder Übrig. Wer aber die Möglichkeit hat, der sollte nicht auf die Kostenfreie Demo-Version beschränkt sein. Die Professional-Version kostet nach aktuellem Stand jedoch für 50 Monitore satte $1,495. Die Preisliste kann auf der offiziellen Website von Manage Engine eingesehen werden. Außerdem lassen sich weitere kostenpflichtige Zusatzfunktionen dazukaufen. Daher ist auch dieser Dienst meiner Meinung nur etwas für verhältnismäßig große Projekte.

Letztlich muss jeder selbst wissen, ob und vor allem wie viel Zeit und Geld man in die Überwachung von Web-Systemen steckt. Aber es gibt durchaus lohnende Möglichkeiten. Ein Webserver kann immer mal ausfallen, vor allem in Lastsituationen. Die richtigen Auswertungsmöglichkeiten können einem wirklich Arbeit abnehmen.

Piwik Version 1.5 erschienen

Heute ist das aktuelle Major Release, der Open-Source Analyse Software Piwik, in der Version 1.5 veröffentlicht worden. Es sind einige interessante neue Änderungen in dem Update enthalten. Zu den größten Anpassungen zählt sicher die neuen Ecommerce Analyse Funktionen. Bei einem Onlineshop kann man nun Ecommerce Ziele genauer tracken, z.B. auch Artikel die in Warenkörbe gepackt worden sind oder aufrufe von einzelnen Produkten im Onlineshop. Für Betreiber von Onlineshops ist das sicher eine sehr interessante Sache.
Die zweite große Neuerung ist der Einsatz von Javascript und HTML5 Canvas Diagrammen für die Auswertungen der Besucherstatistiken. Die Flashdiagramme wurden komplett ersetzt und werden nun nicht mehr verwendet. Das soll zum einen die Abhängigkeit von Flash lockern und zum anderen die Performance verbessern. Diagramme und Grafiken sollen nun deutlich schneller laden.
Eine weitere Neuerung sind benutzerdefinierte Variablen, mit Hilfe derer sich Benutzer nach eigenen Kriterien tracken lassen. Das ist eine Nette Sache um eigene Reports zu erstellen. Eine neues nettes Feature ist außerdem die Möglichkeit die eigene Piwik-Instanz mit einem eigenen Logo zu versehen. So kann man das eigene Firmenlogo in Piwik einfügen.

Ansonsten wurden wiedermal eine Menge Bugs gefixed, unter anderem auch eine Security Issues der Vorgänger-Version. Insgesamt macht die Version 1.5 von Piwik einen sehr reifen Eindruck. Die Ablösung von Flash war schon lange Überfällig und wurde nun endlich durchgezogen.

Aktuelle Release Notes der Piwik Version 1.5.

Nintendo verwendet Xbox 360 und PS3 Spielsequenzen für Präsentation

Bereits gestern hat Nintendo seinen offiziellen Wii Nachfolger auf der E3 präsentiert. Die Fachwelt konnte bei der Vorstellung schöne Grafiken, in HD-Auflösung, bestaunen. Nun wurde bekannt, dass Nintendo sich bei Microsoft und Sonys Konsole für die eigene Präsentation bedient hat.

Sequenzen von den Komkurrenzkonsolen wurden als eigene vorgestellt. Begründet wurde dieser Schritt mit dem Erscheinungstermin der Wii U, Ende nächsten Jahres. Denn immerhin existieren aktuell noch keine spielbaren Inhalte für die neue Konsole. Die Grafik soll dennoch vergleichbar, wenn nicht sogar besser sein, als die der Konkurrenz. Die Konsolen von Microsoft und Sony liefern die meisten Spieler immerhin nur mit einer Auflösung von 720p. Die Wii u hingegen unterstützt eine Auflösung von 1080p.

Wie gut also die Wii u in Zukunft wirklich performed bleibt abzuwarten, denn technische Details über die Technik wurden bisher nur spärlich an die Öffentlichkeit gegeben. Nintendo hat ja auch noch ein wenig Zeit für die Entwicklung.

Nintendo stellt Wii U auf E3 vor

Der japanische Videospielspezialist hat auf der diesjährigen E3 den offiziellen Nachfolger der Nintendo Wii vorgestellt. Die neue Konsole wird ein völlig anderes Bedienkonzept erhalten. Der Controller der neuen Konsole wird einen Touchscreen erhalten, mit dem es möglich ist Spielinhalte ohne externen Fernseher oder Monitor zu spielen. Das Display des Controllers wird, laut Nintendo, 6,2 Zoll groß sein.

Der Controller ist jedoch nicht als vollwertige mobile Konsole ausgelegt. Das Gerät wird von einem integriertem Akku mit Strom versorgt. Das Gerät wird komplett mit bestehender Wii Hard- und Software kompatibel sein. Mit Hilfe von SD-Karten und USB-Speicher kann der integrierte Flashspeicher erweitert werden.

Spiele werden auf der Konsolenausgabe in FullHD dargstellt. Auf dem Display des Controllers jedoch nicht. Grafisch waren die Vorstellungen von Nintendo mit der Wii u insgesamt jedoch durchaus auf Augenhöhe mit der Playstation 3 von Sony und auch mit Microsofts Xbox 360. Hier wird sich aber wohl erst in Zukunft zeigen welche Zielgruppe von Spielern Nintendo ansprechen will.

Laut Nintendo wird die Konsole Ende 2012 erscheinen. Preise der Wii u sind allerdings noch nicht bekannt. Bereits seit einigen Wochen war mehr oder weniger bekannt, dass Nintendo einen Wii Nachfolger veröffentlichen wird.