Eindruck vom Boxspiel „Fight Night Champion“

Am Wochenende hatte ich die Möglichkeit die Xbox360-Version von Fight Night Champion zu testen. Die Boxsimulation von EA-Sports ist der Nachfolger von Fight Night Round 4, welches ich auch selber besitze. Das Spiel ist ausserdem für die Playstation 3 von Sony erschienen.
Die Steuerung fühlt sich etwas genauer und präziser an, das ist aber lediglich ein subjektiver Eindruck. Die Grafik ist in Ordnung, der Sound gefällt gut.

Cover Fight Night Champion

Cover Fight Night Champion

Der neue filmreife Karrieremodus fühlt sich ebenfalls sehr gut an. Man boxt sich als junges Talent Andre Bishop vom Amateurboxer bis hin zum Top-Mittelgewichtler. Eine Intrige durch einen gegnerischen Promoter bringt Bishop ins Gefängnis. Hier muss der Hauptakteur sich gegen diverse Mitgefangene im Ring durchsetzen. Hier gefallen die netten Zwischensequenzen. Die in der deutschen Version durch Untertitel untermalt werden. Wieer aus dem Gefängnis entlassen, boxt man sich Schritt für Schritt wieder an die Spitze, diesmal als Schwergewichtler. Dabei muss man einige Aufgaben lösen, wie zum Beispiel, KO in der ersten Runde oder den Gegner nur mit Hilfer der linken Hand besiegen. Allerdings ist der Sotrymodus innerhalb von weniger als drei Stunden durchgespielt. Sobald nämlich der fiese Boxweltmeister Isaac Frost besiegt wurde und man selber Weltmeister wird, ist der Storymodus abgeschlossen. Es folgt ein hübscher Abspann.
Anschließend hat man als Spieler die Wahl aus bekannten Punkten, wie der Option „Schneller Kampf“, Online-Kämpfen oder dem herkömmlichen Karriere-Modus mit einem eigenen Boxer, auch eine Wiederholung des Story-Modus ist möglich, zum Beispiel in einem anderen Schwierigkeitsgrad.

Im Schnellkampfmodus hat man die Möglichkeit mit voreingestellten Boxern, vielen ehemaligen, aktuellen Weltmeistern und einigen Boxlegenden, in den Ring zu steigen. Dazu lassen sich die eigenen Regeln nach belieben Anpassen. Einer der größten Defizite des Spiels ist leider die Bewertung der Boxer. Wer einen David Haye (mit Stärke 86) oder Evander Holyfield stärker als einen der Klitschkos (Stärker 83 und 84) einschätzt, der leidet meiner Meinung an Realitätsverlust. Die Klitschko-Brüder dominieren seit mehr als 10 Jahren das Schwergewichtsboxen und das sollte man auch bei EA-Sports neidlos anerkennen.
Ich empfinde es als unwürdigend Vitali und Wladimir gegenüber. Diese Feststellung hat natürlich nichts mit dem spielerischen Eindruck des Spiels zu tun. Dieser war jedoch trotzallem nur durchwachsen. Der Storymodus hatte enorm Potential, war aber leider zu schnell durchgespielt. Der Rest setzt sich nicht genug vom Vorgänger ab.

Ich als Besitzer des 4. Teils werde mit Fight Night Champion wohl nicht kaufen. Für meine Boxkämpfe zwischendurch reichts auch so noch.