FC Hansa gegen St. Pauli… Einfach nur traurig…

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Also ich muss schon gestehen: Als ich am Samstag-Abend die Zusammenfassung beim von der Zweitliga-Partie FC Hansa Rostock gegen FC St. Pauli gesehen habe, da kam beinahe der Scham in mir hoch. Scham deswegen, weil ich eigentlich immer stolzer Hansa-Fan war. Ich habe diesen Verein immer verteidigt, immer mitgefiebert und mir auch mal die ein oder andere Träne verdrückt, als es nicht so gut lief.

Was aber die sogenannten Fans vom FC-Hansa am Samstag im Ostsee-Stadion getrieben haben, das war nun wirklich nicht mehr schön. Wie konnte es nur zu so einem Hass zwischen zwei Fußballvereinen kommen? Wie kann Hass überhaupt aus sportlicher Rivalität entstehen? Ganz einfach betrachtet geht es hier lediglich um eine Form der Unterhaltung. Der Spaß hört aber wirklich auf, wenn Fans andere Fans, also den Rivalen, mit Raketen (Pyrotechnik) beschießen. Wieder einmal gab es Verletzte. Wieder einmal wird es Strafen für die Vereine, haupstächlich wohl den FC Hansa Rostock, geben. Die wahren Täter aber sind nicht wirklich greifbar. Für die Öffentlichkeit sind die Vereine Schuld. Bild titelte “Rostock, Deutschlands Fußball-Schande“. Leider lesen zu viele Leute in Deutschland diese Schmierblätter.

Ein Ende ist leider nicht in Sicht. Der Verein Hansa Rostock hat in der Zwischenzeit um öffentliche Unterstützung gebeten. Ich zitiere dazu von der Homepage: “Wir werden weiterhin auf Prävention und Kommunikation setzen und fordern gleichzeitig die Gesellschaft dazu auf, uns bei diesem schwierigen Prozess zu unterstützen. Wir bitten die Verbände, die Politik und die Judikative, uns Vereine mit diesem gesamtgesellschaftlichen Problem nicht allein zu lassen.” Hoffen wir das diese Nachricht ankommt. Das die Verbände nicht nur Strafen verhängen, sondern auch Unterstützung und Hilfe bieten.

Ach und nein, dem Verein werde ich nicht den Rücken kehren. Allerdings denke ich, dass diese “FANS” in den letzten Jahren, dem Verein FC Hansa Rostock, einen nicht mehr wieder gut zu machenden Schaden angerichtet haben. Ob man sich davon jemals erholt, bleibt zweifelhaft. Leider ergeht es vielen anderen Vereinen ähnlich. Insbesondere die ehemaligen Traditionsklubs aus den neuen Bundesländern kämpften in den letzten Jahren immer wieder mit ähnlichen Problemen.