Gewalt in U- und S-Bahnhöfen in Deutschland nimmt zu

Am Donnerstag Abend (19.05.2011) kam es in Berlin wieder einmal zu einem brutalen Überfall am U-Bahnhof Alexanderplatz. Ein 14-Jähriger (!) prügelte hier einen Obdachlosen nieder. Nicht einmal als dieser zu Boden geht, hört der Junge auf und tritt weiter auf sein Opfer ein.
Solche Meldungen sind in den letzten Monaten keine Seltenheit mehr. Fast wöchentlich hören wir in Nachrichten von brutalen Verbrechen in deutschen U- und S-Bahnhöfen. Meist enden die Taten mit schweren Verletzungen, teilweise mit Todesfällen von Opfern, die teils willkürlich angegriffen werden.
Besonders häufig sind Stationen der Öffentlichen Verkehrsmittel in Großstädten wie Berlin oder München betroffen. Die Täter sind in der Regel junge Männer. Häufig treten die Täter in Gruppen auf, sind zumindest in der Mehrzahl und suchen sich in der Regel schwächere als Opfer aus.

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Woher kommt diese hemmungslose Gewaltbereitschaft?

Die Täter kommen teilweise aus schwierigen Familienverhältnissen. Gewalt wird vorgelebt. Ein weiterer Aspekt der meiner Ansicht zu wenig Ernst genommen wird, ist der Übermässige Alkoholgenuss, der in Öffentlichen Verkehrsmitteln, zumindest an Haltestationen immer noch gedulded wird. Polizisten die in den Zügen und Bahnsteigen patroullieren greifen meist zu spät ein, nämlich erst, wenn eine Situation eskaliert.  Hier könnten die Verantwortlichenbestimmt härter durchgreifen.

Wie soll man sich als Zeuge oder gar Opfer verhalten?

Ich denke jeder sollte sich einmal vorstellen, was man tun würde in einer solchen Situation. Würde man als Zeuge eingreifen?

Um solche Situationen zu vermeiden, sollten Sie einige Hinweise beachten. Das Projekt „Schritte gegen Tritte“ erklärt auf seiner Homepage welche Hinweise man beachten sollte. Ich finde die Zusammenfassung sehr gut. Die Seite beschäftigt sich außerdem mit Themen wie Rassismus, Zivilcourage und anderen Problemen im Alltag. Die Seite regt in jedem Fall zum Nachdenken an.