OpenOffice soll nun von Community verwaltet werden

Oracle hat bei seiner Politik bezüglich OpenOffice.org einen Rückzieher gemacht und gibt den kommerziellen Vertrieb der Office-Suite auf. Mit dem Kauf von Sun Microsystems, im letzten Jahr, bei dem Oracle unter anderem OpenOffice.org übernommen hat, wurde stärker versucht die BüroSuite kommerziell zu vertreiben. Die Community-Edition existierte zwar weiterhin, jedoch wurde Oracle vorgeworfen sich kaum noch um diese zu kümmern. Im September letzten Jahres, kurz nachdem Oracle Lizenzmodelle von OO.o bekannt gab, hat auch die inzwischen gegründete „The Document Founcation“ bekannt gegeben eine eigene Abspaltung des Projekts namens LibreOffice unabhängig weiterzuentwickeln. Die Koordination der Weiterentwicklung von LibreOffice wird durch ehemalige Entwickler und Mitglieder des OpenOfficeOrg Projektes getragen.
Nachdem es im Grunde nun zwei verschiedene freie Office-Pakete gibt ist es fraglich ob beide Projekte sich wieder vereinen. Vorstellbar ist dies durchaus. Falls nicht, dann wird es noch spannend welches Projekt sich als beliebteste frei OfficeSuie durchsetzen wird. Auch denkbar ist eine Kooperation beider Projekte. In jedem Fall sind dies eine Menge Fragen die vor einigen Wochen und Monaten noch so unwahrscheinlich klangen, nun aber sind sie wieder denkbar.
Was sollten nun die Nutzer von OpenOffice bzw. LibreOffice tuen? In den vergangenen Monaten sind sicher viele User, aufgrund der OpenOffice-Politik von Oracle, zu LibreOffice gewechselt und wenn die Entwicklung hier nicht einschläft, dann sehe ich persönlich keinen Grund wieder zu OpenOffice zu wechseln.