Organspenden – Ist die Widerpruchsregelung sinnvoll?

Nachdem in den letzten Tagen vermehrt über eine Neuregelung von Organspenden geredet wurde gibt es nun erste konkrete Ideen. Eine Variante könnte so aussehen, dass jeder Bundesbürger pauschal zum Organspender wird, bis er dies widerspricht. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits in anderen Ländern, wie Spanien oder Österreich. Dort gibt es kaum Mangel an Organen. Ganz anders in Deutschland. Hier warten tausende Patienten auf Organspenden. Viele Patienten bekommen diese nie. Eine weitere Variante zur Neuregelung könnte so sein, dass jeder Bundesbürger einmal im Leben, zum Beispiel bei der Beantragung eines Ausweises, gefragt wird, ob er Spenden möchte oder nicht.

Wieso gibt es in Deutschland so wenig Organspender?

Vielen Menschen könnte durch eine Organspende das Leben um viele Jahre verlängert werden. Wieso nicht auch das eigene? Ein Hauptgrund für den massiven Mangel an Organspendern liegt vermutlich an zwei Punkten. Zum einen gibt es in Deutschland einfach zu wenig Aufklärung durch Politik und Öffentlichkeit. Dadurch verlieren die Leute die Möglichkeit der Organspenden einfach aus den Augen, weil sie schlichtweg nicht informiert sind. Die zweite Variante ist die Faulheit von vielen Leuten. Die Leute nehmen sich einfach nicht die Zeit um sich zu informieren und sich als Spender bereitzustellen. Das ganze ist also nicht nur eine Bring- sondern auch eine Holschuld. Dieser Fakt ist leider noch nicht überall angekommen.

Macht die Neurregelung auf Basis der Widerspruchsregel Sinn?

Meine Meinugn dazu ist, dass diese Regel absolut Sinn macht. Die Leute die nicht zum Organspender werden wollen, die können dies widersprechen. Die vielen, die es einfach nicht interessiert oder die keine Zeit haben sich zu informieren, die werden automatisch zu Organspendern.  Also macht eine Neuregelung auf jeden Fall Sinn. Eine Regelung in Form einer einmaligen Befragung für jeden macht meiner Meinung hingegen keinen Sinn. Die Leute würden dann eine kompetente Beratung zur Organspende erwarten, diese würden sie aber unter Umständen auf Ämtern nicht bekommen. Das Resultat wäre vermutlich, dass viele die Organspende einfach verneinen.

Ich würde gerne wissen: Seid ihr Organspender?