Powetkin besiegt Chagaev nach Punkten

Alexander Powetkin (Autor Ya-number1)

Alexander Powetkin hat gestern Abend in einem spannenden Kampf gegen Ruslan Chagaev einstimmig und verdient nach Punkten gewonnen. Mit diesem Sieg gewann der Russe auch den vakanten Weltmeistertitel der WBA im Schwergewicht. Zwischenzeitlich sah es jedoch auch anders aus, denn Chagaev sorgte mit überraschenden Aktionen immer wieder für Spannung in dem Duell der Schwergewichtlicher.

Der bisher noch ungeschlagene Powetkin beherrschte den Kampf von Beginn an und dominierte die ersten fünf Runden problemlos. Chagaev allerdings lauerte immer wieder mit seiner gefährlichen Linken und sorgte das ein oder andere mal für harte Wirkungstreffer. Erst ab der sechsten Runde sah es dann so aus, als wenn Chagaev den Kampf in den Griff bekommen würde. Powetkin wurde schwer getroffen und ging fast zu Boden. Der Russe Powetkin war in dieser Phase des Kampfes einer Niederlage sehr nah. Chagaev hingegen machte nun den Fehler nicht entscheidend nachzusetzen. Teddy Atlas, einst Trainer von Mike Tyson und Henry Maske, führte seinen Schützling Alexander Powetkin, in der Pause vor der achten Runde zurück auf die Siegerstraße. Atlas appellierte an die Ehre von seinem russischen Boxer. “Kämpfe für deinen verstorbenen Vater” schrie er in der Ringpause auf Povetkin ein. Anschließend boxte der Russe den Kampf locker über die zwölf Runden. Chagaev wirkte ab der neunten Runde konditionell nicht gut genug und verlor am Ende einstimmig nach Punkten.

Der Kampf war aus neutraler Sicht extrem spannend, weil er auf einem hohem Tempo geführt wurde. Powetkin war insgesamt der bessere Mann. Nun muss er laut WBA-Regeln innerhalb von 18-Monaten eine Chance auf einen Kampf gegen den Superchampion Wladimir Klitschko erhalten. Ich bin mir jedoch sicher das Powetkin aktuell nicht in der Lage sein wird gegen Wladimir Kltischko zu bestehen. Dafür wirkte er in der Mitte des Kampfes nicht konzentriert genug. Wenn es jedoch nach Evander Holyfield, Ex-Champ im Schwergewicht, geht, dann möchte dieser in den nächsten Monaten gegen Powetkin antreten. Nach einem Sieg gegen diesen könnte der Amerikaner gegen Wladimir Klitschko antreten. Ich halte dies für äußerst unrealistisch, denn Holyfield ist mittlerweile auch 38 Jahre alt und selbst gegen den Russen Powetkin dürfte er es äußerst schwer haben.

Ein Wort noch zur Übertragung, Kommentar und Aufmachung der gesamten Sendung. ARD hat gestern Abend einmal mehr gezeigt das Boxen, speziell im Schwergewicht, nicht eine reine Show- und Verdummungssendung sein muss, so wie es leider schon so oft von den privaten Fernsehsendern vorgemacht wurde. ARD, bitte mehr davon.