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Vier Bundesligisten hat es in der ersten DFB-Pokalrunde erwischt

In der ersten Runde des DFB-Pokals sind bereits vier Bundesligisten ausgeschieden. Es erwischte bereits Wolfsburg, Werder Bremen, den SC Freiburg und Bayer Leverkusen. Nach der ersten Pokalrunde will ich ein erstes Fazit ziehen.

Bayer Leverkusen erlebte in der ersten Pokalrunde mit Michael Ballack in Dresden sogar ein echtes Debakel. Gegen den Zweiligaaufsteiger aus Sachsen führte man bereits 3:0. Dresden holte den beinahe hoffnungslosen Rückstand doch noch auf und gewann das Spiel noch mit 4:3. Der neue Trainer Robin Dutt feierte damit einen schwachen Einstand in Leverkusen. Sein Ex-Klub SC Freiburg ist jedoch ebenfalls in der ersten Pokalrunde ausgeschieden. Die Freiburger unterlagen in Unterhaching mit 3:2 nach einer äußerst schwachen Vorstellung.

Werder Bremen verlor gegen den Drittligisten FC Heidenheim mit 1:2. Nach dieser schwachen Vorstellung muss man in Bremen sogar um den Klassenerhalt fürchten. Die aktuelle Situation in Bremen ist wirklich sehr Bitter.

Ähnlich schwierig könnte es Felix Magath mit seinen Wölfen erwischen. Der VfL Wolfsburg verlor sogar gegen einen Viertligisten. RB Leipzig setzte sich 2:3 gegen den Meister von 2009 durch. Hier erwartet Magath noch eine Menge Arbeit. Die Leipziger hingegen können auf eine tolle Saison hoffen. Vielleicht klappt es hier endlich mit dem gewünschten Aufstieg in die dritte Liga. In der letzten Saison wurde dieses Ziel verpasst.

Der Rekordmeister aus München konnte sich gegen den Zweitligaaufsteiger und aktuell führenden in der Tabelle souverän mit 3:0 durchsetzen. Manuel Neuer wurde dabie in seinem ersten wirklich ernstzunehmenden Spiel für die Bayern nicht wirklich geprüft. Eine weitere spannende Partie fand in Rostock statt. Hansa Rostock unterlag dem VfL Bochum im Duell der Zweitligisten erst im Elfmeterschießen. Nachdem die Rostocker zweimal in der regulären Spielzeit die Führung erzielte, konnten die Bochumer immmer wieder mit einem Ausgleich antworten. Vom Elfmeterpunkt konnten die Rostocker sich dann jedoch nicht mehr durchsetzen.

Dritte Startbahn in München offiziell genehmigt

Am Dienstag, den 26. Juli 2011 wurde die Dritte Startbahn für den Flughafen München genehmigt und schon am Freitag fanden die ersten Proteste der Gegner “AufgeMUCkt” vor der CSU-Zentrale in München statt. Sie fürchten eine Erhöhung der Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und die Zerstörung von Naturschutzgebieten. Doch sind die Demonstrationen auch wirklich gerechtfertigt oder überwiegen vielleicht doch die Vorteile des Ausbaus vom Flughafen München? Diese Frage möchte in diesem Artikel analysieren und meine Meinung dazu wiedergeben.

Flughafen München (Copyright by Aconcagua)

Auslastung des Flughafens

Schon seit längerer Zeit ist der Flughafen in München ausgelastet. Zurzeit können von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr maximal 90 Flugzeuge in der Stunde starten. Die Nachfrage ist jedoch weitaus höher, sodass der Flughafen regelmäßig Anfragen auf Starts und Landungen ablehnen muss. Mit dem Bau des Flughafens in Memmingen wurde versucht, diese Nachfrage etwas zu verringern. Jedoch hat auch der Flughafen Memmingen (Allgäu Airport) mittlerweile seine Grenzen erreicht und für Langstreckenflugzeuge ist der Flughafen sowieso nicht geeignet. Mit der dritten Startbahn in München könnten pro Stunde bis zu 120 Flugzeuge starten. Dies kann auch Unterstützung für den Flughafen Frankfurt bedeuten. Somit wird München ein genauso wichtiges Drehkreuz werden wie der größte deutsche Flughafen Frankfurt es für Deutschland ist. Auch die internationale Stellung Deutschlands im Flugverkehr wird verstärkt. Dies hat nicht nur Vorteile für den Deutschen Tourismus, sondern auch für die Stellung des Frachtverkehrs innerhalb Europas.

Ich will allerdings auch die Nachteile des Projekts nennen, denn natürlich würde dies für alle Anwohner eine höhere Lärmbelästigung bedeuten. Das Startfenster von der Zeit 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr ändert sich jedoch nicht. Die Nachtruhe bleibt somit erhalten. Des Weiteren frage ich mich, ob der Unterschied von 90 zu 120 Flugzeugen wirklich so gravierend ist. Meiner Meinung wären 90 Flugzeuge die Stunde schon ein Grund nicht in diesem Einflugs- bzw. Startgebiet zu wohnen.

Umsiedelung der Anwohner

Die Gegner der dritten Startbahn (Copyright by Alexis Dworsky)

Durch die erhöhte Lärmbelästigung und die benötigte Fläche für den Ausbau, sind einige Anwohner gezwungen umzuziehen. Dies trifft vor allem die Gemeinde Attaching, die besonders von der erhöhten Lärmbelästigung betroffen sein wird. Teilweise würden hier die Flugzeuge unter 100 m über die Häuser fliegen. Die Häuser und Wohnungen der Betroffenen werden jedoch zu einem Marktwert von 2007 von dem Flughafen München abgekauft. Dadurch soll den Anwohnern ermöglicht werden, sich in einem anderen Gebiet eine neue Existenz aufzubauen. In diesem Bereich kann man natürlich den Ärger und die Ablehnung aller Betroffenen verstehen. Keiner zieht gerne aus einem Gebiet, in welchem man aufgewachsen ist und sich ein Leben aufgebaut hat. Jedoch kann auch ein Neuanfang Vorteile bringen. Als in den 80er Jahren die 2. Startbahn in München gebaut wurde, gab es ähnliche Demonstrationen. Damals war besonders das Dorf Franzheim betroffen. Hier mussten ebenso die Anwohner umziehen und wurden auf ähnliche weise entschädigt wie die Betroffenen der Gemeinde Attaching. Fragt man heute die Betroffenen von damals, sagen diese, dass sie sich nach einer gewissen Zeit an die neu gewählte Heimat gewöhnt haben und die zweite Startbahn viel der Region gebracht hat.

Ein Problem, was ich hier jedoch sehe, sind die Betroffenen, die knapp außerhalb des betroffenen Gebietes wohnen und leider keinen Anspruch auf Entschädigung erhalten. Zwar sollen diese Gebiete mithilfe von Lärmschutzwänden geschützt werden, jedoch wird die Lärmbelästigung auf jeden Fall höher sein. Außerdem sollte der nachlassende Marktwert der betroffen Grundstücke nicht vernachlässigt werden. Meiner Meinung nach sollte hier auch eine Entschädigung für die Anwohner verwirklicht werden. Ein Vorschlag wäre, zumindest die Häuser der Anwohner, die Umziehen möchten, zu einem angemessenen Preis abzukaufen. Dies bedeutet zwar eine Mehrbelastung für den Flughafen München, könnte jedoch die Anwohner milder stimmen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Ausbauplanungen (Copyright by Maximilian Dörrbecker)

Der Bau der dritten Startbahn spielt eine große Bedeutung für die Wirtschaft. Dies nicht nur im Raum München sondern auch für Bayern, sowie ganz Deutschland. Wie schon zuvor erwähnt, kann Deutschland seine Stellung als Flugverkehrsstandort in Europa stärken. Da Deutschland sehr Zentral innerhalb Europas liegt, könnte gerade dies für Frachtflüge von großem Vorteil sein. Auch für den Tourismus in Bayern ist dies von Vorteil. Es können mehr Ziele von München aus Angeflogen werden und natürlich auch andersherum.

Viele Demonstranten beschweren sich, dass der Bau der 3. Startbahn nur einen wirtschaftlichen Vorteil für den Flughafen selbst bedeutet, da dieser nur als Drehkreuz dienen würde. Jedoch beinhaltet der Flughafen viele Geschäfte, die von den Umsteigern Profitieren. Des weiteren kann München für viele Tagesausflüge genutzt werden. Gerade bei längeren Wartezeiten zwischen den Flügen. Durch die relative gute Anbindung der S-Bahn zwischen dem Flughafen und der Innenstadt München, kann die Wartezeit durch einen Ausflug kompensiert werden. Das insgesamt bedeutet natürlich auch einen möglichen Zuwachs an Arbeitsplätzen.

Fazit

Heutzutage wollen alle immer schneller an ihr Ziel kommen. Und dies am liebsten ohne Umsteigen. Für Direktflüge wird sogar oft ein höherer Flugpreis akzeptiert. Wenn es dann aber darum geht, dies zu verwirklichen will keiner mit den Konsequenzen leben. Dies sieht man immer wieder. Zum Beispiel wollten auch alle plötzlich nach dem Atomkraftwerksunglück in Japan alle “sauberen” Strom. Auf die Nachfrage, ob es den in Ordnung sei ein Windpark in der Nähe aufzubauen, wurde dies von dem bayerischen Dorf Purfing jedoch verpönt abgelehnt. Genauso ist es hier der Fall.

Natürlich sollte man aus Sicht der MFG beziehungsweise der Politik den Bau der dritten Startbahn nicht um jeden Preis durchsetzen. Man sollte vielleicht auch auf die Stimmen der Gegner hören. Dies wurde in diesem Fall leider nicht gemacht. Jedoch bin ich ein Fürsprecher der dritten Startbahn. Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Ausbau mehr als Sinnvoll. Ein Leser der Dachauer Nachrichten (Münchener Merkur) hat die ganze Diskussion meiner Meinung nach am besten auf den Punkt gebracht: “…unter dem Strich sollte man die Herausforderungen der Zukunft und die wirtschaftliche Notwendigkeiten und unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht blockieren.” Dem lässt sich nichts mehr hinzufügen.